Erfolg beim Schülerwettbewerb „Brücken verbinden“

KREATIV Schüler aus ganz Hessen beteiligen sich an Wettbewerb „Brücken verbinden“ / Von Vielfalt der Ideen beeindruckt

GIESSEN – (rsc). Kaum war der erste Preis übergeben, hatte das ausgezeichnete Brückenmodell auch schon seine Volksmund-Bezeichnung weg: „Kleiderbügel! Kleiderbügel!“, schallte es mehrmals lautstark aus etlichen Kehlen der Schüler, die aus ganz Hessen in die Kongresshalle gekommen waren. Anlass war die Preisverleihung für den Wettbewerb „Brücken verbinden“, mit dem bei möglichst vielen jungen Leuten der Berufswunsch Ingenieur geweckt werden sollte. Das Motto drücke aus, dass Brücken verbinden, aber auch überwinden. Das sollte „als Tugend im Alltag immer wieder angewendet werden“, appellierte Moderatorin Conny Bächstädt.

„Unser Elefantenklo ist die bekannteste von 90 Brücken in Gießen“, betonte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz in ihrem Grußwort. Einerseits sei der riesige Betonbau verhasst („Muss endlich weg“), andererseits geliebt („Muss unbedingt bleiben“). Der 2014 errichtete Christoph-Rübsamen-Steg sei als Brücke nur für Fußgänger und Radfahrer eine große Bereicherung für die gesamte Stadt, so die OB.

Und dies war die Vorgabe für den Schülerwettbewerb, der zum elften Mal von der Ingenieurkammer Hessen initiiert wurde: Die Länge sollte 60 Zentimeter betragen, die Konstruktion nur aus Papier, Folie, Kleber, Schnur und Stecknadeln bestehen und ein Kilo Belastung aushalten. Insgesamt gab es 265 Modelle – ein neuer Rekord. 665 Jugendliche aus 56 hessischen Schulen machten mit. Einige hatten mehr als 100 Stunden in ihr Modell investiert. Die jeweils 15 besten Brücken in den Altersstufen bis zur achten Klasse und ab der neunten Klasse wurden in der gut gefüllten Kongresshalle vorgestellt und mit viel Applaus bedacht.

Zum Sieger in der jüngeren Altersstufe kürte die Jury die Achtklässler Jan Emden und Jan Leonbacher aus Waldeck. Sie dürfen am 15. Juni beim Bundesentscheid in Berlin Hessen vertreten. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Max Schröder aus Limburg sowie Eva Gruber und Marie-Luise Schiefer aus Frankfurt.

Als beste Konstrukteure bei den älteren Jahrgängen erwiesen sich Pauline Meisel und ihre Schwester Johanna aus Königstein. Und ihr Modell „Overcome“ war es dann auch, das vom Publikum aufgrund der vorhandenen Ähnlichkeit den Namen „Kleiderbügel“ erhielt. Emily Siegwardt sowie Martha Steinmetz aus Limburg folgten auf Platz zwei, während der dritte Platz gleich zweimal vergeben wurde: an Alexander Nees aus Königstein und die Geschwister Sin-Yien und Sin-Yau Hau aus Wiesbaden. Je 250 Euro gab es für die Sieger, 150 Euro für die Zweitplatzierten, 100 Euro für die Dritten und je 50 Euro für die Plätze vier bis 15. Für „Kreativität“, „Originalität“ und „Herausragende Leistung“ wurden nochmals elf Sonderpreise verliehen. „Wir brauchen Euch junge Köpfe für Architektur, Maschinenbau, Technik, Informatik“, verdeutlichte Prof. Jens Minnert, Dekan im Fachbereich Bauwesen der Technischen Hochschule Mittelhessen. Jeder, der sich an dem Wettbewerb beteiligte, habe allein dadurch gewonnen, dass er sich mit der Materie vertraut gemacht habe. Von der Vielfalt der Ideen zeigte sich auch Ingolf Kluge, Vorstandsmitglied der Ingenieurkammer Hessen, beeindruckt.

Hier können Sie alle Fotos zum Wettbewerb ansehen:
Landespreisverleihung „Brücken verbinden“

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