5. Klassen machen sich fit

Im Hinblick auf die anstehenden Bundesjugendspiele am 12.06. und die Sportwoche vom 17.-19.06. bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 mit zusätzlichen Laufeinheiten vor, um ihre Ausdauer zu verbessern. Zusätzlich lernten sie im Biologieunterricht die Relevanz der Gesunderhaltung durch genügend und korrekte Bewegung kennen.

Im Biologieunterricht bei Frau Buttler haben die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Unterrichtsreihe „Mein Körper – Muskeln und Bewegung“ den Bewegungsapparat des Menschen als ganzheitliches System bestehend aus Skelett, Knochen, Gelenken und Muskeln kennengelernt und erforscht. Dabei wurde die Wirbelsäule als bewegliche Stütze unseres Körpers von den Schülerinnen und Schülern ganz besonders unter die Lupe genommen. Unter der Fragestellung „Wie ist unsere Wirbelsäule aufgebaut, sodass sie beweglich ist?“ haben die SuS ihre eigenen Modelle zum Aufbau und zur Funktionsweise der Wirbelsäule entwickelt und im weiteren Verlauf des Biologieunterrichts immer wieder zur Veranschaulichung genutzt. Nachdem die doppelte S-Form, Wirbelkörper und Bandscheiben ausreichend untersucht wurden, stellten sie sich die Frage, wie sie ihren Rücken eigentlich gesund halten können. Um dieser Forscherfrage auf den Grund zu gehen durchliefen die Schülerinnen und Schüler verschiedenen Stationen zu den Themen „Wie trage ich meine Schultasche richtig?“, „Wie sitze ich richtig?“, „Wie hebe ich schwere Gegenstände richtig hoch?“ und „Habe ich ausreichend Bewegung?“. In Teamarbeit wurden unterschiedliche Bewegungsübungen durchgeführt und durch gegenseitiges Beobachten und Ertasten der Wirbelsäule konnten Fehlhaltungen entdeckt werden. Durch die Erfahrung am eigenen Körper und mit Hilfe ihres Fachwissens hat jeder Schüler / jede Schülerin eine persönliche „Bewegungscheckliste“ erstellt. Dabei haben sich die SuS mit ihrem eigenen Bewegungsverhalten auseinandergesetzt. Sie haben ihren Bewegungstyp bestimmt und Strategien zur Vermeidung von Haltungsschäden beim Tragen der Schultasche, beim Sitzen und beim Heben von schweren Gegenständen entwickelt. Am Ende wurden persönliche Ziele für die Zukunft formuliert und Möglichkeiten zur Gesunderhaltung des Rückens insgesamt festgehalten.

In fächerübergreifender Anknüpfung daran bietet Frau Grell neben dem regulären Sportunterricht jeden Donnerstag im offenen Anfang der Förderstufe einen Lauftreff an, um die Ausdauer der Schülerinnen und Schüler zu verbessern und sie für sportliche Freizeitaktivitäten zu begeistern. Hierbei läuft sie gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern über die an die Schule angrenzenden Feldwege und durch Sachsenhausen.

Zu Beginn erhielten die Schülerinnen und Schüler ein Lauftagebuch, in das sie ihre Läufe eintragen können. Die Schülerinnen und Schüler sind dazu angehalten, auch in ihrer Freizeit laufen zu gehen und diese Läufe und die Lauftreffläufe einzutragen. Für jedes erreichte Etappenziel (5 Läufe absolviert) erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Überraschung. Die Kinder, die alle Etappenziele erreicht haben, werden zu sogenannten Laufpaten. Als Laufpate unterstützen sie jeweils ein Kind, das noch Schwierigkeiten beim Ausdauerlauf hat. So ergibt sich, dass Laufpaten außerhalb der Schule mit dem ihnen zugeteilten Kind laufen gehen, im regulären Sportunterricht oder beim Lauftreff neben dem jeweiligen Kind herlaufen, ihm Tipps geben und es dazu ermuntern, weiterzulaufen. Die Laufpaten erhalten eine Urkunde, auf der ihr Name und der des ihnen zugeteilten Kindes vermerkt sind. Neben der Verbesserung der sportlichen Leistung, stärkt das Laufpatensystem die sozialen Kompetenzen, die Teamfähigkeit und den Zusammenhalt der Schülerinnen und Schüler. Das Lauftagebuch weckt den sportlichen Ehrgeiz und ermuntert zum Sporttreiben.

Der Lauftreff trifft auf viel positive Resonanz bei den Schülerinnen und Schülern. So kam es dazu, dass einzelne Schüler fragten, ob sie auch mehrmals am Tag laufen gehen dürften und andere freudestrahlend ihre ersten erreichten Etappenziele präsentierten.

Die Verknüpfung des theoretischen Wissens aus dem Biologieunterricht und der praktischen Umsetzung im Sport ist für die Schülerinnen und Schüler spannend und hilfreich. Das Etappenziel von Frau Buttler und Frau Grell, die Schülerinnen und Schüler fit für die Sportveranstaltungen zu machen und ein Bewusstsein für Gesunderhaltung zu schaffen ist bereits erreicht. Dem großen Ziel, die Schülerinnen und Schüler langfristig für Sport zu begeistern und Krankheiten vorzubeugen sind sie somit ein Stück näher gekommen.

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